Call for Paper — Workshop: Geschlecht und Sicherheit in historischer Perspektive

20 - 22.September 2018 Gießen/Marburg

Teilprojekt: C03 — Das 'Haus' als Sicherheit

↓ English Version

 

Im Feld der Sicherheit, in historisch und kulturell spezifischen Konstellationen von Ver- und Entsicherheitlichung, von Teilhabe an und Sichtbarkeit in politischen und gesellschaftlichen Sicherheitsdiskursen ist Gender eine zentrale Kategorie, die wesentlich die Konstruktion von Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmustern beeinflusst(e). Umso mehr erstaunt die Tatsache, dass Gender in den Security Studies, d.h. in einem Forschungsbereich, in dem es selbstverständlich auch um Männlichkeitsentwürfe geht, nicht konsequent eingebunden und analytisch reflektiert wird. Auf diesen Umstand hat die Politikwissenschaftlerin Lene Hansen bereits im Jahr 2000 nachdrücklich hingewiesen. Mittlerweile haben zwar einige Studien (hauptsächlich im Bereich der Internationalen Beziehungen) die Wichtigkeit der Kategorie Geschlecht für die Sicherheitsforschung untermauert. Nach wie vor aber ist Gender sowohl auf der inhaltlichen wie auch auf der konzeptionellen Ebene der Sicherheitsforschung unterrepräsentiert.

In den Vorbereitungen zur zweiten Förderphase des SFB ist deutlich geworden, dass in vielen Teilprojekten und Studien der ersten wie der zweiten Förderphase der Gender-Aspekt eine wichtige Rolle spielt. Wir nehmen das zum Anlass, vom 20.-22.9.2018 einen Workshop abzuhalten, der das Verhältnis von Geschlecht und Sicherheit als ein Querschnittthema des SFB kenntlich macht. Ziel ist es zum einen, die vielfältigen Kontexte und Bezüge von Gender und Security in den Teilprojekten vorzustellen. Zum anderen möchten wir - auf Grundlage der gemeinsamen, Disziplinen und Epochen übergreifenden Diskussion - zur Formulierung erster Frage- und Problemstellungen gelangen, die einen strukturierten und systematischen Zugang zu diesem Forschungsfeld eröffnen. Externe Key-note- Beiträger_innen und Kommentator_innen sollen uns dabei unterstützen.

Wir fordern alle SFB-Mitglieder der ersten und zweiten Förderphase herzlich dazu auf, bis zum 28. Februar 2018 Skizzen für Vorträge von ca. 20 Min. einzureichen, die Gender-Aspekte der Sicherheitsforschung thematisieren. Mögliche Schwerpunkte sind: Akteur_innen, Subjekte und Objekte von Versicherheitlichungsprozessen, Visualität, Praktiken der (Un-)Sichtbarmachung, geschlechtsbezogene (wie auch -blinde) Sicherheitsdiskurse und -praktiken (u.a. die traditionell männlich codierte Zuständigkeit für Fragen und Maßnahmen im Feld der Sicherheit), methodische Aspekte, theoretische Problemstellungen usw.

Nach Eingang der Vorschläge erarbeiten die Veranstalterinnen eine Gliederung und laden passende externe Expert_innen aus den verschiedenen Disziplinen ein. Hier sind Vorschläge von Ihrer Seite herzlich willkommen.

 

Prof. Dr. Sigrid Ruby

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Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges

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English Version

Call for Paper — Workshop: Gender and Security in Historical Perspective

When looking at security and historical constellations of securitization, of participation and visibility in political and social discourses, gender appears to be a vital category, which deeply affects patterns of perception, interpretation and practice. All the more astounding is the fact that in Security Studies, i.e. in a field of research, which obviously has a lot to do with notions of maleness, gender has not yet become a prominent category of analysis. The political scientist Lene Hansen emphasized this already in 2000. In the meantime, several studies have been published, mainly in the field of political sciences, which confirm the importance of gender for Security Studies. However, gender still appears to be utterly underrepresented in the field with regard to content as well as conceptual framing.

During the preparation of the follow-up of the Marburg Collaborative Research Centre “Dynamics of Security” it became apparent that gender is a significant factor in many projects of the first and the second funding period. We take that as a promising starting point to host a workshop from 20-22 September 2018, the objective of which will be the elucidation of gender & security as a significant cross-sectional issue of our SFB. First of all, we want to learn about the diverse contexts and relations gender is dealt with in the respective projects. Based on the ensuing discussion among and within the participating disciplines we intend to delineate comprehensive problems and questions, which will enable us to deal with gender & security systematically and in a well-structured way. External keynote speakers and commentators will support us in this endeavour.

We invite all members of the SFB (first and second funding period) to hand in proposals for papers dealing with gender & security. The presentations should be no longer than 20 minutes each. Key
aspects may be: male and female practitioners of security, subjects and objects of securitization processes, (in-)visibility and visuality, gender-bias in securitization discourses and practices, questions of method and their application, theoretical issues etc. 

Please send in your paper proposal and a short abstract no later than February 28. 

 

Prof. Dr. Sigrid Ruby

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Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges

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Call for Paper — Workshop: Geschlecht und Sicherheit in historischer Perspektive

20 - 22.September 2018 Gießen/Marburg

Teilprojekt: C03 — Das 'Haus' als Sicherheit

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Im Feld der Sicherheit, in historisch und kulturell spezifischen Konstellationen von Ver- und Entsicherheitlichung, von Teilhabe an und Sichtbarkeit in politischen und gesellschaftlichen Sicherheitsdiskursen ist Gender eine zentrale Kategorie, die wesentlich die Konstruktion von Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmustern beeinflusst(e). Umso mehr erstaunt die Tatsache, dass Gender in den Security Studies, d.h. in einem Forschungsbereich, in dem es selbstverständlich auch um Männlichkeitsentwürfe geht, nicht konsequent eingebunden und analytisch reflektiert wird. Auf diesen Umstand hat die Politikwissenschaftlerin Lene Hansen bereits im Jahr 2000 nachdrücklich hingewiesen. Mittlerweile haben zwar einige Studien (hauptsächlich im Bereich der Internationalen Beziehungen) die Wichtigkeit der Kategorie Geschlecht für die Sicherheitsforschung untermauert. Nach wie vor aber ist Gender sowohl auf der inhaltlichen wie auch auf der konzeptionellen Ebene der Sicherheitsforschung unterrepräsentiert.

In den Vorbereitungen zur zweiten Förderphase des SFB ist deutlich geworden, dass in vielen Teilprojekten und Studien der ersten wie der zweiten Förderphase der Gender-Aspekt eine wichtige Rolle spielt. Wir nehmen das zum Anlass, vom 20.-22.9.2018 einen Workshop abzuhalten, der das Verhältnis von Geschlecht und Sicherheit als ein Querschnittthema des SFB kenntlich macht. Ziel ist es zum einen, die vielfältigen Kontexte und Bezüge von Gender und Security in den Teilprojekten vorzustellen. Zum anderen möchten wir - auf Grundlage der gemeinsamen, Disziplinen und Epochen übergreifenden Diskussion - zur Formulierung erster Frage- und Problemstellungen gelangen, die einen strukturierten und systematischen Zugang zu diesem Forschungsfeld eröffnen. Externe Key-note- Beiträger_innen und Kommentator_innen sollen uns dabei unterstützen.

Wir fordern alle SFB-Mitglieder der ersten und zweiten Förderphase herzlich dazu auf, bis zum 28. Februar 2018 Skizzen für Vorträge von ca. 20 Min. einzureichen, die Gender-Aspekte der Sicherheitsforschung thematisieren. Mögliche Schwerpunkte sind: Akteur_innen, Subjekte und Objekte von Versicherheitlichungsprozessen, Visualität, Praktiken der (Un-)Sichtbarmachung, geschlechtsbezogene (wie auch -blinde) Sicherheitsdiskurse und -praktiken (u.a. die traditionell männlich codierte Zuständigkeit für Fragen und Maßnahmen im Feld der Sicherheit), methodische Aspekte, theoretische Problemstellungen usw.

Nach Eingang der Vorschläge erarbeiten die Veranstalterinnen eine Gliederung und laden passende externe Expert_innen aus den verschiedenen Disziplinen ein. Hier sind Vorschläge von Ihrer Seite herzlich willkommen.

 

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When looking at security and historical constellations of securitization, of participation and visibility in political and social discourses, gender appears to be a vital category, which deeply affects patterns of perception, interpretation and practice. All the more astounding is the fact that in Security Studies, i.e. in a field of research, which obviously has a lot to do with notions of maleness, gender has not yet become a prominent category of analysis. The political scientist Lene Hansen emphasized this already in 2000. In the meantime, several studies have been published, mainly in the field of political sciences, which confirm the importance of gender for Security Studies. However, gender still appears to be utterly underrepresented in the field with regard to content as well as conceptual framing.

During the preparation of the follow-up of the Marburg Collaborative Research Centre “Dynamics of Security” it became apparent that gender is a significant factor in many projects of the first and the second funding period. We take that as a promising starting point to host a workshop from 20-22 September 2018, the objective of which will be the elucidation of gender & security as a significant cross-sectional issue of our SFB. First of all, we want to learn about the diverse contexts and relations gender is dealt with in the respective projects. Based on the ensuing discussion among and within the participating disciplines we intend to delineate comprehensive problems and questions, which will enable us to deal with gender & security systematically and in a well-structured way. External keynote speakers and commentators will support us in this endeavour.

We invite all members of the SFB (first and second funding period) to hand in proposals for papers dealing with gender & security. The presentations should be no longer than 20 minutes each. Key
aspects may be: male and female practitioners of security, subjects and objects of securitization processes, (in-)visibility and visuality, gender-bias in securitization discourses and practices, questions of method and their application, theoretical issues etc. 

Please send in your paper proposal and a short abstract no later than February 28. 

 

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